6. September 2017

Über 90 Verkäufer beim Straßenflohmarkt in Groß Ilsede


Organisatorin Annerose Neumann auf ihrem eigenen Verkaufsstand zusammen mit Kundin Rana Maderati

Der Andrang beim „Straßenflohmarkt Groß Ilsede Ost“ war riesig, und obwohl rund 30 Kuchen und noch Laugengebäck für die Besucher parat standen, war schon am frühen Nachmittag fast alles „geplündert“ und die Spendendose gut gefüllt.

Annerose Neumann vom Organisations-Team sagt: "Viele fragen, ob es sich denn gelohnt habe. Ja, das hat es auf jeden Fall! Der größte Gewinn lässt sich aber nicht in Zahlen ausdrücken. Das war für mich die tolle Stimmung, die netten Gespräche schon im Vorfeld, das Miteinander."

Gut 90 Verkäufer haben ihre Schätze östlich der Gerhardstraße/B444 in Groß Ilsede zum Verkauf angeboten: Stühle, Kinderspielzeug und –kleidung, Gläser, Leuchten und allerhand Skurriles war dabei. Dabei wurden auch fleißig Spenden gesammelt. Die Dosen standen nicht nur beim Buffet, sondern auch auf vielen Verkaufsständen. Zwei engagierte Helfer aus den Reihen der Geflüchteten halfen beim Buffet.

Gisela Braackmann und Marcus Seelis von Ilsede hilft e.V. sagen ganz herzlich Danke für die eingeworbenen Spenden. „Wir helfen Flüchtlingen dabei, sich in der Gemeinde Ilsede zu integrieren, beruflich Fuß zu fassen, zu lernen und auf eigenen Beinen zu stehen. Dabei gilt das Prinzip der ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘: Wir verteilen keine Geschenke, sondern wir unterstützen, weisen den Weg und gehen ihn ein Stück gemeinsam. Wir vermitteln Kontakte, wir bauen Barrieren ab. Wir bauen auf Ehrenamtliche, die sich selbst einbringen. Die  Spenden helfen uns dabei, in konkreten Einzelfällen Hilfe zu leisten.“ Letztlich komme die Arbeit des Vereins allen Ilsedern zu Gute.

Zur Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit freut sich Ilsede hilft e.V. über Spenden.
Spendenkonto DE32 2525 0001 0083 2107 32 (Sparkasse Hildesheim Goslar Peine NOLADE21PEI)


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jeden Montag
15:00 - 18:00 Uhr
Spielenachmittag für Klein und Groß:  Jeden Montag ab 15:00 Uhr im KOMED. Alle Interessierten sind
herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Info bei Birgit Sopha 0157-33893638
KOMED, Seminarraum VI (2. OG)
Ilseder Hütte 4, 31241 Ilsede
jeden Mittwoch
15:00 - 18:00 Uhr
Nähen - Stricken - Deutsch
Alltagsdeutsch und Handarbeiten - sehr gut lassen sich diese beiden Gebiete verbinden. Da wir im
Deutschkurs verschiedenen Nationen  haben, müssen alle beim Häkeln oder Stricken Deutsch sprechen. Die
Anfängergruppe leitet Frau Hilde Brunotte, die Fortgeschrittenen-Gruppe Frau Brigitte Vornkahl-Hase. Wir
treffen uns immer mittwochs  um 15.00 Uhr und je nach Konzentration ist um 18.00 oder 19.00 Ende des
Treffens. Wir würden uns sehr über weitere Ehrenamtliche freuen. Sie brauchen gute Nerven, Geduld und
Wissen über "wie tickt Deutschland".  Info: Brigitte Vornkahl-Hase, Tel. 05172-8335
KOMED, Seminarräume V und VI (2. OG)
Ilseder Hütte 4, 31241 Ilsede
jeden Donnerstag
ab 17:00 Uhr
Gitarrengruppe
Unsere Gitarrengruppe (Anfänger und Fortgeschrittene) ist noch offen für weitere Gitarrenschüler. Unterricht ist jeden Donnerstag ab 17 Uhr im KOMED.
Info: Richard Rech, Tel 0171-2652462
KOMED, Seminarraum V (2. OG)
Ilseder Hütte 4, 31241 Ilsede
jeden Freitag
ab 16:00 Uhr
Konversationskurs
Wir wollen einmal in der Woche miteinander deutsch sprechen. Zu jedem Treffen soll es ein Thema geben, über
das wir uns unterhalten. Mindestens A2-Niveau.
Info: Nicole Siedentopp, Tel 0176 82593374 
KOMED, Seminarraum VI (2. OG)
Ilseder Hütte 4, 31241 Ilsede



23. Juli 2017

Der Baulöwe hat ausgebrüllt – Syrische „Ermittler“ aus Ilsede lösen einen Straßenkrimi

Braunschweig Innenstadt - Ein Bauunternehmer wird erschlagen in seinem Wohnhaus aufgefunden. Alles deutet auf Raubmord hin. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Das Mordopfer hatte nicht nur Freunde. Wurde er etwa aus ganz anderen Motiven getötet? Je weiter die Ermittler in den Fall vordringen, desto schwieriger gestaltet sich die Lösung ...


Die syrischen Flüchtlinge in der Ermittlergruppe „Schlaufuchs“ mit einigen Darstellern
„Die Aufgabe des Ermittlerteams ist es, Zeugen ausfindig zu machen, diese aufzusuchen und zu befragen. Am Ende müssen sie anhand der gesammelten Aussagen, Beweise und Indizien feststellen, wer der Täter gewesen sein muss und diesen festnehmen“ erläutert Birgit Sopha von Ilsede hilft e.V. den Ablauf des Krimispiels. Zehn „Ermittler“, neun syrische Flüchtlinge und eine Philippina, arbeiteten sich unter Leitung von „Hauptkommissar Taj Najem“ durch den Fall. Jeder musste seine Aufgaben bearbeiten, und manche Zeugen wurden sogar am Telefon befragt. Nach drei Stunden Ermittlungsarbeit und nachdem etliche Orte in den Braunschweiger Innenstadt besucht wurden, klickten die Handschellen.

„Ich musste nur zweimal bei sehr kniffligen ‚Zeugentelefonaten‘ helfen“ sagt Sopha. „Es war ein ganz toller Tag und so ganz nebenbei einige richtig gute Deutschstunden.“ Das Krimispiel – normalerweise für Muttersprachler konzipiert – hat nicht nur geholfen, die Ilseder mit Braunschweig vertraut zu machen, sondern auch die Sprache aktiv in einem neuen Umfeld anzuwenden.

Birgit Sopha und ihr Mann Matthias sind nicht nur bei Ilsede hilft e.V. aktiv, sondern auch seit mehreren Jahren als Darsteller in wechselnden Rollen mit Freude dabei. Der Veranstalter Heiko Sakel aus Oldenburg hat der Gruppe von Ilsede hilft e.V. die Teilnahme kostenlos ermöglicht: „Ich war sofort begeistert, als diese Idee an mich herangetragen wurde. Es ist toll, wenn meine Darsteller und ich zur Integration beitragen. Dieser Nachmittag war für alle eine Bereicherung.“

Das Krimispiel gibt es aktuell in vier verschiedenen Fällen. Es kann einzeln oder als Gruppe gebucht werden. Gespielt wird in Braunschweig, Hannover und fünf weiteren Städten. Mehr Informationen gibt es unter www.strassenkrimi.de und 0441 – 34 04 593.



28. Mai 2017

Jena, Mariam und Taj beim Verzieren ihrer Schokoladentafeln


Einige der hergestellten Schoko-Kreationen

„Ilsede nascht“: Ob Vollmilch oder Zartbitter – viel Spaß beim Selbermachen der eigenen Tafel Schokolade

20 Ilseder haben im Rausch Schokoland an ihrer eigenen Schokoladenkreation gearbeitet. Ilsede hilft e.V. nennt als aktuellen Schwerpunkt die gesellschaftliche Integration und die Vermittlung in Arbeit.

Nüsse, Pistazien, Smarties, Apfel- und Orangenstücke, gehackte und ganze Mandeln, Haselnüsse, Kokosraspeln, Gummibärchen, Rosinen, Cornflakes und sogar Chili standen bereit, um die Schokolade sowohl geschmacklich als auch optisch unverwechselbar zu machen. Jeder Teilnehmer konnte seinen persönlichen Favoriten entweder auf Vollmilch- oder auf Zartbitter-Schokoladenbasis herstellen. Ganz Kreative haben die Zartbitter-Schokolade auch mit einem Vollmilch-Schoko-Muster verziert – oder die Vollmilch-Schokolade mit einem Zartbitter-Muster. Zwei Stückchen Zartbitter sind übrigens positiv für Herz und Blutdruck, da sie die herzschützenden Antioxidantien im Blut erhöhen.

Die Veranstalter hatten sich Sorgen gemacht, ob der beginnende Ramadan einige Teilnehmer vor Probleme stellen könnte. Aber Taj Alhuq Najem erklärt: „Tagsüber naschen ist nicht erlaubt, aber nach Einbruch der Dunkelheit gegen 21:45 Uhr können wir alles essen.“ Sowieso wurde zwischendurch wenig genascht, bestenfalls wurde etwas übergelaufene Schokolade anstatt mit dem Tuch gleich mit dem Finger entfernt.

Für Haider Alsaediy, Arzt aus dem Irak, der zurzeit auf den Nachzug seiner Familie wartet, war es ein wundervoller Tag: „Es ist schön, etwas gemeinsam in dieser netten Gruppe zu unternehmen, Peine zu erkunden und etwas Neues zu lernen. Wenn es dann noch aus Schokolade ist, ist alles gut.“

„Wir wollen gemeinsam etwas Schönes erleben“ erläutern Gisela Braackmann und Marcus Seelis den aktuellen Schwerpunkt der Arbeit von Ilsede hilft e.V. „Die gesellschaftliche Integration hat zurzeit den gleichen Stellenwert wie die Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Mit jedem Tag geht es einen Schritt weiter der Normalität entgegen“. Ilsede hilft e.V. bietet jeden Montag eine Spielgruppe, mittwochs eine Gruppe „Alltagsdeutsch und Handarbeiten“ und freitags einen Konversationskurs an.




20. Mai 2017

Aus der PAZ: Iranerin hat sich den Adenstedter „Griechenmädchen“ angeschlossen

Mehrnoosh (23) kam 2015 als Flüchtling nach Deutschland – Taufe in Adenstedt – Neue „Familie“ gefunden

Adenstedt. Mehrnoosh (23) freut sich schon riesig auf das Schützenfest in Adenstedt. Denn zum ersten Mal feiert die Iranerin das Fest in dem Dorf als „Griechenmädchen“. So nennen sich die jungen Frauen aus Adenstedt, die sich 1978 in einem Verein zusammenschlossen. Seit Februar ist Mehrnoosh, die erst im Dezember 2015 als Flüchtling nach Deutschland kam, mitten drin.

Über die Gründe ihrer Flucht möchte sie öffentlich nicht sprechen. Inzwischen hat sie sich taufen lassen, bei Pastor Burkhard Kugelann in der Adenstedter St.-Briccius-Kirche. Betreut wird sie vom Verein „Ilsede hilft“, dem Mehrnoosh sehr dankbar ist, insbesondere der Familie von Heike Pittel. Mit deren Tochter Josephine kam sie auch zu den „Griechenmädchen“ im Ort.

„Ein bisschen Angst hatte ich schon vor der Aufnahme-Prozedur“, sagte Mehrnoosh. Am Ende war es aber gar nicht schlimm, verrät sie. Ihren ersten Einsatz im Kostüm, das einem antiken griechischen Gewand nachempfunden ist, hatte Mehrnoosh schon – beim Schützenfest in Oedelum, inklusive Tanzen auf Stühlen und Tischen. So ausgelassen hat die junge Frau zum ersten Mal in ihrem Leben gefeiert.

Dass Mehrnoosh bei den „Griechenmädchen“ dabei ist, hat aber auch einen durchaus ernsten Hintergrund: „Ich will mich integrieren und nicht zuhause sitzen und sagen, dass ich eine Ausländerin bin und bei den hiesigen Gebräuchen und Sitten nicht mitmache“, sagte sie im Gespräch mit der PAZ. Im Iran lebte Mehrnoosh in der Hauptstadt Teheran und hatte einen großen Freundes- und Bekanntenkreis. Deshalb fühlt sie sich in der Gemeinschaft auch wohl, wenn die Adenstedter „Griechenmädchen“ sich treffen oder unterwegs sind.

Manchmal ist es allerdings auch schwer, auf dem Land zu leben. Mehrnoosh bereitet sich zurzeit auf ein Studium in Hildesheim vor und muss dafür zunächst mit der Bahn von Peine aus nach Hannover fahren, um dann nach Hildesheim zu kommen. Dafür ist sie fast drei Stunden täglich unterwegs. Im Iran hatte sie zwar einen Führerschein, aber sie muss die Prüfung hier wiederholen. Das ist ihr nächstes großes Ziel.

Die Iranerin wollte zum Christentum konvertieren und musste deshalb aus ihrer Heimat fliehen.

(Aus der PAZ vom 20.05.2017)



27. März 2017

Schritt für Schritt in ein eigenes Leben: Die ersten Flüchtlinge haben den deutschen Führerschein erworben


Die Organisatoren und die ersten glücklichen Besitzer einer deutschen Fahrerlaubnis (v.l.n.r.): Muhammad Skeif, Marcus Seelis, Heike Pittel und Mazen Bitar (sitzend)

Ilsede hilft e.V. führt ein Programm durch, bei dem Flüchtlinge die deutsche Fahrerlaubnis als Grundlage für eine Erwerbstätigkeit erwerben können. Rund 30 Personen lernen für den Führerschein - die ersten haben es jetzt geschafft.

„Autofahren können sie alle, aber eine nichteuropäische Fahrerlaubnis gilt hier in Deutschland nur übergangsweise für sechs Monate“ erklärt Heike Pittel von Ilsede hilft e.V. Marcus Seelis ergänzt: „Unsere Schützlinge müssen die theoretische und praktische Prüfung in Deutschland neu absolvieren, wenn sie eine gültige ausländische Fahrerlaubnis haben. Die Tücke liegt aber im Detail.“ Die größten Probleme liegen dann auch nicht beim Fahren selbst, sondern im „Papierkram“: Beglaubigte Übersetzungen müssen angefertigt werden und Führerschein-Originale teilweise aus den Herkunftsländern beschafft werden.  Die theoretische Prüfung kann nicht nur in Deutsch, sondern auch in vielen anderen Sprachen abgelegt werden, neuerdings sogar in Arabisch. Spätestens in den Fahrstunden und in der praktischen Prüfung müssen die Fahrschüler aber auf Deutsch mit dem Fahrlehrer und dem Prüfer kommunizieren können.

Mazen Bitar freut sich jedenfalls über die frisch bestandene Führerscheinprüfung: „Der Führerschein ist wichtig, weil ich ihn für die Arbeit  brauche.“ Muhammad Skeif benötigt den Führerschein ebenfalls für seine Arbeit, und fügt mit Blick zu seiner Frau hinzu „Wir können besser einkaufen, und ich kann mit meiner Familie nach andere Stadt fahren wann wir möchten.“

Unterstützung gab es von vielen Seiten: Die Firma STAR Deutschland GmbH hat die beglaubigten Übersetzungen angefertigt, und zwei Fahrschulen haben mit einem kleinen Rabatt die finanzielle Hürde etwas niedriger gesetzt. Letztlich hat auch Ilsede hilft e.V. mit einem Mikrokredit ausgeholfen.



22. März 2017

Broschüre des Nothilfe-Fonds des Bistums Hildesheim erschienen

Das Bistum Hildesheim hat Anfang 2015 einen Nothilfe-Fonds für Flüchtlinge aufgelegt: Damit sollen die Flüchtlingshilfe der Caritas sowie die ehrenamtlich getragenen Hilfsvorhaben von Pfarrgemeinden und Initiativen unterstützt werden.

In den Jahren 2015 und 2016 konnten über den Fonds insgesamt 79 Projekte in den Bereichen Willkommenskultur, Sprache, Kunst und Kultur und weiteren realisiert werden.  Eines davon war die Fahrradsicherheits-Aktion von Ilsede hilft e.V. .

Wir sind sehr prominent in Bildern in der Broschüre präsent - sogar auf der Titelseite, der hinteren Umschlagseite und innerhalb der Broschüre. Das Lesen lohnt sich aber vor allem wegen der anderen tollen Projekte, die realisiert wurden.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden. (PDF 3,8 MB).




13. März 2017

Strom sparen und die Stromrechnung verstehen

Ilsede hilft e.V. lädt ein zu einer Informationsveranstaltung "Strom sparen und die Stromrechnung verstehen" für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer am 24. März 2017 um 17:00 Uhr. 

„Strom ist in Deutschland wesentlich teurer als z.B. in Syrien. Viele unserer Schützlinge aus den unterschiedlichsten Flüchtlingsländern sind überrascht, wenn am Jahresende vom Energieversorger trotz monatlicher Abschläge Nachzahlungsforderungen gestellt werden“ erläutert Gisela Braackmann die Motivation, warum Ilsede hilft e.V. eine solche Informationsveranstaltung anbietet. „Für die meisten Flüchtlinge war Energie bzw. Energiesparen in der Vergangenheit auf Grund ihrer persönlichen Erfahrungen überhaupt kein Thema.“ ergänzt Marcus Seelis.

Olaf Rosenberg, Kundenbetreuer der Gemeindewerke Peiner Land GmbH & Co.KG, wird den Teilnehmern deshalb an diesem Abend helfen, Licht ins Dunkel des deutschen „Energiedschungels“ zu bringen. Angefangen von den allgemeinen vertraglichen Verpflichtungen, über die Bedeutung der monatlichen Abschlagszahlungen bis hin zur Jahresschlussrechnung werden die wichtigsten Bestandteile verständlich erklärt. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages wird das Thema „Energiesparen“ sein: Was sind überhaupt Energieeffizienzklassen und warum sollte ich darauf achten? Wann verbrauche ich besonders viel Strom und wie kann ich mit einfachen Mitteln und der Änderung des Nutzungsverhaltens meinen Stromverbrauch nachhaltig senken, um Geld zu sparen.

Darüber hinaus wird erklärt, was der Unterschied zwischen einem Grundversorgungs- und einem Sondertarif ist und wie man unter Berücksichtigung seiner persönlichen Anforderungen den für sich günstigsten Tarif findet. 

Die Vortragsfolien können hier heruntergeladen werden. (PDF 1,7 MB).

Link zu den Gemeindewerken Peiner Land

Die Veranstaltung findet am Freitag, 24. März 2017, 17:00 – 18:30 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses Gadenstedt (Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt) statt. Zur Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit freut sich Ilsede hilft e.V. über Spenden. Spendenkonto DE32 2525 0001 0083 2107 32 (Sparkasse Hildesheim Goslar Peine NOLADE21PEI)



22. Februar 2017

Verbraucherschutz für Flüchtlinge – Handy, Fitnessstudio und Rundfunkbeitrag

Ilsede hilft e.V. lädt ein zu einer Informationsveranstaltung „Verbraucherschutz“ für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer am 3. März 2017 um 17:00 Uhr. 

„Der westliche Markt unterscheidet sich stark davon, was die Flüchtlinge in ihrer Heimat kennengelernt haben. Der offene Markt mit starker Konkurrenz der Anbieter führt vielfach dazu, ‚Lockangebote‘ zu machen, die hinterher viel mehr kosten als der plakativ genannte Einstiegspreis“ erläutert Marcus Seelis die Motivation, warum Ilsede hilft e.V. eine solche Informationsveranstaltung anbietet. Auch bietet Deutschland einige Besonderheiten, die bei Nichtbeachtung zu einer Kostenfalle führen können. Seelis nennt hier den Rundfunkbeitrag als Beispiel.

Der Vortrag, für den Ilsede hilft e.V. mit dem Caritasverband Peine zusammenarbeitet, behandelt systematisch die Themen Versicherungen, Fitness-Studio, das neue Basiskonto, den bereits genannten Rundfunkbeitrag, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Einkaufen im Internet sowie Arztbesuche und Gewinnspiele. „Das ist ein bunter Strauß an Themen. Wir werden uns nach den Interessenschwerpunkten der Teilnehmer richten. Auf jeden Fall werden die Themen Handy und WLAN intensiv diskutiert“ verspricht Gisela Braackmann.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 3. März 2017, 17:00 – 18:30 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses Gadenstedt (Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt) statt. 

Weitergehende Informationen zum Vortrag
                Verbraucherzentrale Niedersachsen
                Langer Hof 6, 2. OG (Fahrstuhl)
                38100 Braunschweig
                Terminvergabe für Fachberatungen unter (05 31) 12 31 13-0  
                Öffnungszeiten: Mo - Do: 9 - 17 Uhr, Fr: 9 - 14 Uhr



3. Februar 2017

Die eigene Wohnung – Antworten für Flüchtlinge und Mieter


Der Vortrag "Die eigene Wohnung" war gut besucht
Ilsede hilft e.V. bringt in der Informationsveranstaltung „Die eigene Wohnung“ für Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer und alle Mieter am 3. Februar 2017 kompakte Informationen.

Knapp 30 Interessierte verfolgten den umfassenden Vortrag über das Thema Wohnung, der viele wichtige Punkte zu diesem Thema zusammen fasste:

  • Eine Wohnung finden
  • Miete und Nebenkosten
  • Mietvertrag
  • Das Miteinander im Mehrfamilienhaus
  • Schutz vor Schimmel: Lüften

Der Vortrag kann hier heruntergeladen werden (PDF 2,1MB). Die im Vortrag erwähnten Merkblätter zur Mülltrennung gibt es in Arabisch und Farsi.




23. Januar 2017

Ein „Dankeschön“ und viel Anerkennung für die ehrenamtlichen Ilseder Kleiderkammer-Helfer


Ingrid Pahlmann MdB bedankt sich für die Leistung der Ilseder Ehrenamtlichen
Fünfzehn Monate haben die ehrenamtlichen Helfer in der Kleiderkammer und bei den Möbeltransporten angepackt, gesammelt, vermittelt, organisiert und getröstet. 70 Ilseder Ehrenamtliche haben sich ein „Dankeschön“ verdient: Der Verein Ilsede hilft e.V. hat die Helfer zu einem Frühstück nach Groß Bülten eingeladen.

Nicht ein oder zwei Flüchtlinge kamen 2015 und 2016 plötzlich mit ihrem Leid und ihren Sorgen in unser Land, sondern Tausende. Viele Hände haben mit angepackt, und alle haben es gerne gemacht. In diesem Sinne würdigt auch Ingrid Pahlmann MdB, stellv. Vorsitzende des Bundestags-Unterausschusses "Bürgerschaftliches Engagement", die Ilseder Helfer: „Die Bundesregierung in Berlin kann mit ‚Wir schaffen das‘ das Richtige sagen, wir können Gelder bereitstellen, aber das ‚Schaffen‘ kann nur vor Ort geschehen. Sie, liebe Ilseder Helfer, haben es geschafft.“

Der stellvertretende Landrat Rainer Röcken, der selbst in Ilsede wohnt, betonte die schnelle Aufbauarbeit von Ilsede hilft, als die hauptamtlichen Strukturen nicht hinterher kamen: „Sie sind nicht im 1. oder 2. Gang gestartet, sondern gleich im 3. Gang angefahren.“ Die Kleiderkammer in Gadenstedt hat solche Mengen an Kleidung umgeschlagen, die ohne die vielen helfenden Hände nicht möglich gewesen wäre.

Hans-Werner Fechner, der mit einer Spende gemeinsam mit der evangelischen Kirche das Dankeschön-Frühstück erst möglich gemacht hat, betont die zupackende Art der Helfer und die konstante Arbeit: „Sie haben als Kleiderkammer-Team nicht lange rumgeredet, sondern Woche für Woche angepackt und geholfen, verteilt, zugehört und Mut gemacht. Sie haben öffentlich mutig Position bezogen. Meinen Respekt und meine Anerkennung für ihren kontinuierlichen Einsatz.“

„Der Landkreis Peine und ein Bundestagsmitglied haben die große Leistung der Ilseder Ehrenamtlichen gewürdigt. Es ist aber sehr schade, dass von der Gemeindeverwaltung Ilsede niemand gekommen ist“ bedauert Marcus Seelis von Ilsede hilft e.V. Die Helfer stecken schon wieder in der Vorbereitung der nächsten Aktivitäten, insbesondere die Vortragsreihe „Unser Leben in Deutschland“, die berufliche Integration und das Führerscheinprogramm.

„Als einer von den Zuwanderern möchte ich und die anderen uns bei euch bedanken, für die Freude, die Hilfe und die Sicherheit,  die ihr uns gebracht habt. Leider können wir jetzt nur Danke sagen, aber wir hoffen, dass wir bald etwas, das die Freude zu euch bringt, machen können“ drückt Taj Najem aus Syrien zum Abschluss seine Freude und Dankbarkeit aus.




21. Januar 2017

Die eigene Wohnung – Antworten für Flüchtlinge und Mieter

Ilsede hilft e.V. lädt ein zu einer Informationsveranstaltung „Die eigene Wohnung“ für Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer und alle Mieter am 3. Februar 2017 um 17:00 Uhr.

„Die erste ‚eigene‘ Wohnung nach der Anerkennung stellt Flüchtlinge vor viele Herausforderungen. Wie funktioniert die Wohnungssuche? Wieviel bezahlt das Jobcenter? Wie groß darf die Wohnung sein?“ erläutert Gisela Braackmann die Motivation, warum Ilsede hilft e.V. eine solche Informationsveranstaltung anbietet. „Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird die Zeit nach der Anerkennung sein, also die Betreuung durch das Jobcenter. Daher ist diese Veranstaltung auch für viele andere Mieter interessant, die Kunden des Jobcenters sind“ verspricht Referent und Vorstandsmitglied Marcus Seelis.

Der Vortrag behandelt systematisch die Themen von der Wohnungssuche, Größen- und Preisgrenzen durch das Jobcenter, Umzug, den Besichtigungstermin und Mietvertrag bis zur Kaution. Ausführlich wird alles rund um die Nebenkosten erläutert. Als Abschluss wird auf das Miteinander im Mehrfamilienhaus eingegangen. „Kulturelle Unterschiede können zu Missverständnissen führen. Und die Mülltrennung ist nicht nur für unsere Schützlinge eine Herausforderung“ erläutert Seelis mit einem Augenzwinkern.

Der Vortrag kann hier heruntergeladen werden (PDF 2,1MB). Die im Vortrag erwähnten Merkblätter zur Mülltrennung gibt es in Arabisch und Farsi.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 3. Februar 2017, 17:00 – 18:30 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses Gadenstedt (Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt) statt.




20. Januar 2017

Vortragsreihe „Unser Leben in Deutschland“
Erklärung zu Banken und Kartenzahlung in Deutschland

Einige zusätzliche Information zum Vortrag vom 20. Januar 2017 können hier heruntergeladen werden.



14. Januar 2017

Rawad Bohsas diskutiert mit dem Publikum

Die Speisen wurden mit Freude zubereitet (v.l.n.r.): Ahmed Kealany, Haider Hussein Ali Al-Saediy, Nidal Khriwish, Hamad Al Jammal und Allam Fahed

Syrien sehen, hören und schmecken

Was wissen die Deutschen über Syrien? Der syrische Kameramann Rawad Bohsas zeigt die Antworten in seinem sehr emotionalen Film „Damaskus – Hauptstadt des Jasmins“, der Syrien und seine Menschen vor dem Krieg zeigt.

Syrien vor dem Krieg erleben mit allen Sinnen: Die Veranstaltung von Ilsede hilft e.V. fand an zwei ausgebuchten Abenden in der Alten Stellmacherei in Gadenstedt statt. Die Gäste wurden mit einem syrischen Vorspeisenteller begrüßt. Bohsas betont in seinem Film, dass Menschen vieler Religionen friedlich in Syrien miteinander gelebt haben. Ein weltoffenes und modernes Land, das nun zerstört ist.

„Zur Pause haben wir einen Imbiss mit Weinblättern und Teigrollen gereicht, den Geflüchtete aus Klein Ilsede für die Gäste vorbereitet haben“ berichtet Karin Senger, die den Abend mit vorbereitet hat. So gestärkt ging es in die Diskussion des Gesehenen. Moderiert vom Bohsas selbst, der erst 14 Monate in Deutschland ist, wurden die Hintergründe aufbereitet, aber auch die Situation der Geflüchteten in Deutschland diskutiert.

Rawad Bohsas und sein Onkel haben zum Abschluss traditionelle und moderne syrische Musik gespielt, mal heiter und optimistisch, mal traurig. „Dass die Alte Stellmacherei an zwei Abenden voll ausgebucht war, zeigt das Interesse der Ilseder an den Menschen in Syrien“ sagt Marcus Seelis von Ilsede hilft e.V. über diesen wunderbaren Abend der Begegnung und Freundschaft. Diese beiden Abende waren ein Dankeschön an alle, die weder ihre Augen, Ohren noch ihr Herz verschlossen haben, als das Thema Flüchtlinge nicht mehr nur ein Wort war, sondern Realität wurde.

Hamad Al Jammal, der mit seinen Freunden die Gerichte zubereitet hat, freut sich über das große Interesse der Besucher, die vielen Fragen und Diskussionsbeiträge. Über den sehr authentischen Film sagt er: „Es war ein Spiegel unseres Lebens; das sind die Syrer.“




10. Januar 2017

Ilsede hilft e.V. stellt Tätigkeitsbericht und Jahresabschluss 2016 vor

2016 war ein Jahr des Aufbruchs: Es ging um schnelle, effektive Hilfe für Flüchtlinge und andere Bedürftige vor Ort in Ilsede.

Im Tätigkeitsbericht 2016 informiert Ilsede hilft e.V. nicht nur über die allgemein bekannte Kleiderkammer in Gadenstedt und die Möbeltransporte, sondern auch über die weniger bekannten Aktivitäten wird berichtet, z.B. die vergebenen Mikrokredite für Sprachkurse, Berufszertifikate oder den Führerscheinerwerb, die Deutschkurse und der Arabisch-Kurs für Schüler „Arabisch als Chance“ sowie das Fahrradsicherheits-Projekt.

Ilsede hilft e.V. hat weit über 30 Flüchtlinge in der Fahrschulausbildung, die wiederum Teil des Förderfeldes „Berufliche Integration“ ist. Auch die gesellschaftliche Integration wurde vorangetrieben, z.B. durch entsprechende Begegnungsmöglichkeiten, durch Fachvorträge und kleine Maßnahmen wie die tägliche PAZ in einigen Wohngemeinschaften.

Den gesamten Tätigkeitsbericht mit Jahresabschluss 2016 lesen Sie hier (PDF 1,6MB).

Die neuen Schwerpunkte für 2017 in der Vereinsarbeit werden die berufliche und gesellschaftliche Integration bilden. Bereits 2016 konnten einige Flüchtlinge über das Netzwerk vor Ort in Beschäftigung vermittelt werden, und diesen Weg gehen wir konsequent weiter. Über unsere Vortragsreihe „Unser Leben in Deutschland“ bieten wir Know-how und Erfahrung für Flüchtlinge und ihre Betreuer.




30. Dezember 2016

Vortragsreihe „Unser Leben in Deutschland“
Erklärung zu Banken und Kartenzahlung in Deutschland

Ilsede hilft e.V. lädt ein zu einer Informationsveranstaltung „Geld, Girokonto und SEPA-Lastschriften“ für Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer und alle Interessierten am 20. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

„Wir erleben zurzeit häufiger, dass Fragen zu Banken, Überweisungen und Gebühren von unseren Schützlingen an uns herangetragen werden. Und auch die ehrenamtlichen Betreuer wissen nicht jedes Detail“ erläutert Gisela Braackmann die Motivation, warum Ilsede hilft e.V. eine solche Informationsveranstaltung anbietet. Ilsede hilft hat einen Referenten der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine eingeladen. „Der Referent wird zuerst einen Überblick über die banktypischen Themen aus der Praxis geben. Anschließend werden wir uns nach den Fragestellungen aus dem Publikum richten und Fragen von allgemeinem Interesse näher erläutern“ verspricht Marcus Seelis.

Den Schwerpunkt der Veranstaltung bilden Themen rund ums Girokonto, Konto¬führungs-gebühren, Dispo-Kredit, SEPA-Lastschrift, Daueraufträge, Online-Banking, Auslands-überweisung und die verschiedenen Karten.

Einige zusätzliche Information zum Vortrag vom 20. Januar 2017 können hier heruntergeladen werden.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 20. Januar 2017, 17:00 – 18:30 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses Gadenstedt (Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt) statt.  



20. Dezember 2016

Unterstützung für die Peiner Tafel

Wir freuen uns, dass wir die Freude, die wir beim Abschluss des Projekts Kleiderkammer gehabt haben, auch in die  Peiner Tafel tragen können. Die Flüchtlinge und Helferinnen in der Kleiderkammer wollen mit ihren Geschenken das Weihnachtsfest für  die Kunden der Tafel schöner machen. "Ist immer ein schönes Gefühl, wenn man anderen etwas Gutes tun kann.  Nun kann Weihnachten auch für uns kommen" sagt Marion Schrape von der Kleiderkammer.

Mehr als 70 Helfer engagieren sich ehrenamtlich bei der Peiner Tafel beim Abholen der gespendeten Lebensmittel, beim Vorbereiten und Sortieren sowie an den drei Ausgabetagen Dienstag, Donnerstag und Samstag. Gegen einen kleinen Obolus werden Lebensmittel an diesen Personenkreis abgegeben. Wöchentlich nutzen mehr als 700 Menschen das Angebot .






17. Dezember 2016

Fulminanter Abschluss des Projekts Kleiderkammer

Nach 15 Monaten schließt das Projekt Kleiderkammer von Ilsede hilft e.V. im Gadensteder Rathaus. Zum Abschied gab es Geschenke für die Ilseder Kinder.

Ein letztes Mal großer Andrang in der Kleiderkammer: In 15 Monaten hat die Kleiderkammer rund 150m³ Kleidung umgeschlagen und vielen Menschen in akuter Not geholfen. „Es war eine anstrengende, aber auch wunderschöne Zeit in der Kleiderkammer“ sagt Helferin Marion Schrape wehmütig. Initiatorin Gisela Braackmann blickt schon nach vorne: „Unsere Integrationsarbeit von Ilsede hilft e.V. geht natürlich weiter. Bereits im Januar haben wir drei weitere Veranstaltungen und auch ein Dankeschön-Frühstück für alle aktiven Helfern.“

Kaffee, Kuchen und arabische und deutsche Köstlichkeiten – die idealen Bedingungen für eine frohe Begegnung waren gegeben. Als dann noch der Weihnachtsmann mit seiner Weihnachtsfrau kam, waren die Kinder nicht mehr zu halten. Viele Kinder haben dem Weihnachtsmann auch ein Gedicht aufgesagt oder ein Weihnachtslied gesungen.

Der Verein Ilsede hilft e.V. ist weiterhin auf Spenden für seine Arbeit für Flüchtlinge und Bedürftige angewiesen. „Wir betonen das Prinzip ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘“ sagt Marcus Seelis und verweist darauf, dass die Unterstützung vielfach auf Mikrokredit-Basis erfolgt und nicht durch Geldgeschenke. Auch sei die organisatorische Hilfestellung wichtig, beispielsweise beim Erwerb des Führerscheins als wichtige Voraussetzung, kurzfristig eine Arbeit zu finden.



3. Dezember 2016

"Damaskus - Die Hauptstadt des Jasmins"

Rawad Bohsas, aus Syrien stammender Kameramann, zeigt in dem Film nicht nur das UNESCO-Weltkulturerbe, sondern vor allem das Land und seine Menschen.

"Damaskus - Die Hauptstadt des Jasmins" wurde bereits im Oktober in Hohenhameln gezeigt und ist auf große Resonanz gestoßen. Wir möchten den Ilsedern die Gelegenheit geben, diesen eindrucksvollen Film (ca. 35min.) aus der Heimat unserer neuen Nachbarn zu sehen. Nach der Filmvorführung gibt es Gelegenheit zu einer Diskussion mit Rawad Bohsas. Eingerahmt von arabischer Musik wird ein kleiner Imbiß gereicht.

Mittwoch, 11. Januar 2017 | 19:00 Uhr (dieser Termin ist bereits ausverkauft!)
Donnerstag, 12. Januar 2017 | 19:00 Uhr

Die Veranstaltung findet in der Alten Stellmacherei in Gadenstedt statt (Kattenhagen 1a, 31246 Ilsede-Gadenstedt).

Die Veranstaltung ist kostenlos. Spenden für unsere Arbeit sind herzlich willkommen. Telefonische Anmeldung unter 05172-370922 oder info@altestellmacherei.de unbedingt erforderlich.

Das Plakat kann hier heruntergeladen werden.



27. November 2016

Zum Abschluss gibt es Geschenke für die Kinder


Kleiderkammer in Gadenstedt
Das beim Sommerfest versprochene Dankeschön wird nun eingelöst: Die Geflüchteten und Helferinnen von Ilsede hilft e.V. wollen ein Stück von dem zurückgeben, was sie hier von der Ilseder Bevölkerung an Unterstützung und Willkommen erlebt haben. Jedes Kind, das am 16. Dezember in die Kleiderkammer nach Gadenstedt kommt, erhält ein Geschenk.

Seit nunmehr 14 Monaten bereits öffnet die Kleiderkammer von Ilsede hilft e.V. in Gadenstedt jeden Freitag ihre Türen. „Der Erfolg wäre ohne die großzügige Unterstützung der Bevölkerung nicht möglich gewesen“ sagt Gisela Braackmann. Beim Sommerfest hatten die Geflüchteten und die Helferinnen spontan überlegt, ein Dankeschön zurückzugeben: Jedes Kind bekommt am 16. Dezember zwischen 14 und 17 Uhr in der Kleiderkammer ein Geschenk! Der Weihnachtsmann kommt mit seiner Frau, und es gibt Kaffee, Kuchen, Kekse und Waffeln für alle Besucher.

„Das Projekt Kleiderkammer ist beendet“, erklärt Gisela Braackmann, „aber unsere Integrationsarbeit von Ilsede hilft e.V. geht natürlich weiter.“ Marcus Seelis ergänzt: „Neben beruflicher Integration und Führerscheinausbildung planen wir eine Reihe von Info-Veranstaltungen: Am 20. Januar geht es um Geld, Karten und Zahlungsverkehr, am 3. Februar um ‚Die eigene Wohnung‘ und Mitte Februar um Verbraucherschutz für Geflüchtete, also Handyverträge usw. Außerdem zeigen wir am 11. und 12. Januar den Film ‚Damaskus – Die Hauptstadt des Jasmins‘ von Rawad Bohsas in der Alten Stellmacherei.“

Braackmann und Seelis weisen darauf hin, dass Ilsede hilft e.V. nicht nur in der Flüchtlingsarbeit aktiv ist, sondern für alle Menschen aus Ilsede da ist, die Hilfe benötigen. „Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite, und können auch mit einem Mikrokredit aushelfen, wenn z.B. Vollstreckung und die Wohnungskündigung droht“ betonen die beiden.

Zu den Info-Abenden sind Geflüchtete, ihre Betreuer und alle Interessierten herzlich eingeladen. Weitere Informationen zu Anfangszeiten und Veranstaltungsorten gibt es auf der Homepage des Vereins www.ilsede-hilft.de

Kleiderkammer im alten Rathaus Gadenstedt, Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt, geöffnet jeweils freitags von 14:00 bis 17:00



12. November 2016

Vortragsreihe „Unser Leben in Deutschland“
Alles rund um die Krankenversicherung für Flüchtlinge


Veranstaltung am 11. November im Sitzungssaal in Gadenstedt
Am 11. November 2016 hat Ilsede hilft e.V. zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse eine Informationsveranstaltung „Alles rund um die Krankenversicherung“ für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer angeboten.

Für Fragen und Beratung stehe die KKH gerne zur Verfügung. Die Berater kommen auf Wunsch auch ins Haus. Anträge und viele Broschüren stehen in mehreren Sprachen - auch in Arabisch und Farsi - zur Verfügung.


KKH Kaufmännische Krankenkasse
Lars Gänsicke
Gebietsleiter
Mobil 0160 90533079
Telefon 0511 52487363
lars.gaensicke@kkh.de
www.kkh.de

Die Vortragsreihe "Unser Leben in Deutschland" wird fortgesetzt. Zurzeit sind die folgenden Vorträge geplant:
20. Januar 2017 17:00 Uhr  "Geld, Banken und Zahlungsverkehr" 
3. Februar 2017 17:00 Uhr  "Die eigene Wohnung" 



4. November 2016

Ilsede hilft e.V. auf dem KreislandFrauentag 2016 mit Gabi Bauer

Heike Pittel hat auf dem Podium beim KreislandFrauentag 2016 über ihre persönlichen Erfahrungen in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe berichet.


Heike Pittel (links) und Gabi Bauer (rechts)





1. November 2016

Vortragsreihe „Unser Leben in Deutschland“
Alles rund um die Krankenversicherung für Flüchtlinge

Ilsede hilft e.V. lädt ein zu einer Informationsveranstaltung „Alles rund um die Krankenversicherung“ für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer am 11. November 2016 um 17:00 Uhr.

„Wir erleben zurzeit häufig, dass unsere Schützlinge das System der Krankenversicherung in Deutschland nicht verstehen. Und auch die ehrenamtlichen Betreuer kommen mit ihrem Wissen sehr oft an ihre Grenzen“ erläuter Gisela Braackmann die Motivation, warum Ilsede hilft e.V. eine solche Informationsveranstaltung anbietet. Ilsede hilft hat einen Referenten der Kaufmännischen Krankenkasse KKH eingeladen. „Der Referent wird zuerst einen Überblick über den Themenkomplex der gesetzlichen Krankenversicherung geben. Anschließend werden wir uns nach den Fragestellungen aus dem Publikum richten und Fragen von allgemeinem Interesse näher erläutern“ verspricht Marcus Seelis.

Der Schwerpunkt des Vortrags ist der Übergang vom Asylverfahren zur Anerkennung , das Prinzip Pflichtversicherung und Arbeitsaufnahme,  Familienversicherung sowie Versicherungsumfang, Abrechnung und mögliche Zuzahlung bei Ärzten, Zahnärzten, im Krankenhaus und bei Medikamenten.

Das Plakat kann hier heruntergeladen werden.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 11. November 2016, 17:00 – 18:30 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses Gadenstedt (Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt) statt. Zur Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit freut sich Ilsede hilft e.V. über Spenden.
Spendenkonto DE32 2525 0001 0083 2107 32 bei KSK Peine (NOLADE21PEI)




29. Oktober 2016

Projekt Kleiderkammer in Gadenstedt steht nach über einem Jahr kurz vor dem Abschluß




„Seit über zwölf Monaten bereits öffnet die Kleiderkammer von Ilsede hilft e.V. in Gadenstedt jeden Freitag ihre Türen“ sagt die Helferin Ingrid Hänsel, die von Anfang an dabei war. Ursprünglich als Nothilfe für wenige Wochen für die riesige Flüchtlingswelle gedacht, ist das Kleiderkammer-Projekt eine feste Institution in der Gemeinde Ilsede und auch im Landkreis Peine geworden.

Der Ansturm auf die Kleiderkammer ist weiterhin vorhanden, auch weit über die Grenzen Ilsedes hinaus, allerdings sei anstatt der Erstausstattung mit dem Nötigsten nun vor allem der Zusatzbedarf gefragt. „Wir haben unseren Auftrag erfüllt“ sagt Initiatorin Gisela Braackmann. „Als Ehrenamtliche konnten wir spontan helfen, wo die Kommunen überfordert und Menschen auch barfuß unterwegs waren. Das haben wir alle sehr gerne getan. Aber als Dauereinrichtung wollen wir hauptamtliche Angebote nicht verdrängen.“

Ilsede hilft e.V. hat in seinem ersten Jahr neben der Kleiderkammer auch viele andere Projekte angeschoben: „Wir haben zwei Deutschkurse sowie einen Arabisch-Kurs auf die Beine gestellt. Wir sind aktiv in der Fahrradsicherheit, vergeben Mikrokredite für Flüchtlinge und Bedürftige, und aktuell haben wir 30 unserer Schützlinge in der Führerschein¬ausbildung. Wir helfen dabei, Kontakte zu Firmen für Praktika und teilweise auch Festanstellungen zu vermitteln. Nicht zu vergessen die viele persönliche Hilfe im Einzelfall“ sagt Vorstands-mitglied Marcus Seelis und ergänzt: „Für unsere Arbeit sind wir dringend auf Spenden angewiesen.“

Ilsede hilft e.V. wird sich im kommenden Jahr noch stärker in der beruflichen Integration engagieren. Außerdem sind Info-Abende zu Themen wie Krankenversicherung und dem deutschen Schulsystem geplant, um die Flüchtlinge schnell mit den deutschen Gepflogenheiten vertraut zu machen.

Am 16. Dezember 2016 lädt die Kleiderkammer alle Ilseder Kinder ein - die Flüchtlinge wollen sich für die herzliche Aufnahme bedanken und jedes Kind bekommt ein Geschenk überreicht. Bis Dezember werden weiterhin Altkleider gesucht und angenommen.

Kleiderkammer im alten Rathaus Gadenstedt, Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt
Spendenkonto Ilsede hilft e.V.: DE32 2525 0001 0083 2107 32 bei KSK Peine (NOLADE21PEI)




22. Oktober 2016

Merkblatt Führerscheine

Nicht-EU-Führerscheine können nach sechs Monaten in Deutschland nicht mehr benutzt werden. Generell müssen sowohl die theoretische als auch die praktische Prüfung neu abgelegt werden. Im Gegensatz zum vollständigen Neuerwerb eines Führerscheins müssen keine Pflicht-Fahrstunden absolviert werden und es ist auch keine Teilnahme am Theorieunterricht erforderlich.

Wir haben ein Merkblatt entwickelt, dass die Voraussetzungen und den Ablauf beschreibt. Das Merkblatt kann hier heruntergeladen werden.

Das Bundes-Verkehrsministerium hat ein "Merkblatt für Inhaber ausländischer Fahrerlaubnisse (Führerscheine) aus Staaten außerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums über Führerscheinbestimmungen in der Bundesrepublik Deutschland" herausgegeben, in dem generell die Thematik ausländisches Führerscheine erläutert wird. 





20. September 2016

Becherlupen für die "Sprachjongleure"

Die "Sprachjongleure" hatten einen Waldspaziergang gemacht, und die Jungen und Mädchen waren beinahe euphorisch dabei, die Natur zu entdecken.

Um den jungen Forschern eine genauere Untersuchung der gefundenen Gegenstände und kleinen Tiere zu ermöglichen, hat Ilsede hilft e.V. einen Klassensatz Becherlupen an die Betreuerinnen Frau Stoll und Frau Hagemann übergeben.

Am 1. August 2016 startete das Projekt „Sprachjongleure“ der KVHS in Kooperation mit dem Bildungsbüro in Ilsede. Im Rahmen dieses Projektes werden Schüler/innen mit Fluchterfahrung (der GHS Ilsede und des Gymnasiums Ilsede) für drei Monate von der Schulpflicht beurlaubt und durch pädagogisch geschultes Personal in Sprache, Kultur und Alltagsgepflogenheiten unterrichtet. Während des Projektzeitraums erfolgt für alle Teilnehmer/innen eine Kompetenzfeststellung, um im Anschluss die Zuweisung an die geeignete Schulform vornehmen zu können. 




12. September 2016

(v.l.n.r.) Gisela Braackmann (Ilsede hilft), Jürgen Pohl (BMW Club), Marcus Seelis (Ilsede hilft), Thomas Bursian (BMW Club) und Günter Mertins (Ilsede hilft) vor dem Clubheim des BMW Club Peine in Groß Bülten

BMW Club Peine spendet für Ilsede hilft e.V.

Sie haben gebacken, gegrillt und Getränke verkauft: Der BMW Club Peine e.V. hat am Standort seines Clubheims in Groß Bülten das Sommerfest für Ilsede hilft e.V. mit ausgerichtet.

„Mit der Spende möchte der BMW Club Peine vor allem die Flüchtlingsarbeit unterstützen. Das ist eine Riesenleistung“ sagt Pressewart Jürgen Pohl vom BMW Club. Die Spende kommt aus dem Verkauf von Kuchen, Gegrilltem und Getränken. „Wir haben aber auch einen guten Betrag aus der Clubkasse obendrauf gelegt“ ergänzt Thomas Bursian.

„Natürlich ist die Flüchtlingsarbeit zurzeit unser Schwerpunkt“ sagt Gisela Braackmann. „Aber wir unterstützen auch lokale Vereine in der Jugendarbeit, und unsere Kleiderkammer wird vermehrt auch von Bedürftigen aus Ilsede und Umgebung angenommen. Regelmäßig versorgen wir auch das Frauenhaus mit Kleidung.“






11. September 2016

Ilsede hilft versorgt die Bücherkiste in Vöhrum mit Sachbüchern

Für die Hilfe bei einer Haushaltsauflösung hat Ilsede hilft zahlreiche Sachbücher bekommen. Rund 20 Kisten mit Büchern - alle liebevoll gelesen und mit Anmerkungen versehen - konnten vor dem Papiercontainer gerettet werden. Es wäre viel zu schade gewesen, diese wertvollen Bücher als Altpapier zu verwerten. Stattdessen hat Ilsede hilft alle Bücher der Buch- und Spielzeugkiste in Vöhrum überlassen. Dort werden die Bücher in die Bibliothek aufgenommen und ergänzen so hervorragend das Angebot.



4. September 2016

Sicher unterwegs: Flüchtlinge absolvieren Fahrrad-Training in Ilsede



Mehr als 30 Flüchtlinge – Frauen, Männer und Kinder – haben jetzt am Fahrradsicherheitstraining in Ilsede teilgenommen. Die Aktion, die im KOMED stattfand, hatte Ilsede hilft e.V. gemeinsam mit der Peiner Polizei organisiert.

Alle Teilnehmer brachten ihre eigenen Fahrräder mit, die in den letzten Monaten durch Spenden- und Sammelaktionen zusammengetragen wurden. Dank der Räder wird die Mobilität der Flüchtlinge deutlich erhöht – sie sind immer stärker in Praktika, Arbeitsverhältnissen, Sportvereinen, Kursen und Schule integriert und auch untereinander verbunden, was eine höhere Mobilität innerhalb der Gemeinde Ilsede als auch zur Kreisstadt Peine zur Folge hat. Auch die Kinder fahren Fahrrad. Die größeren selbst und die kleineren auf dem Gepäckträger der Eltern, oftmals im wörtlichen Sinne auf dem blanken Träger ohne jede Sicherheit.

„Ilsede hilft e.V. hat mit der Unterstützung des Nothilfe-Fonds des Bistums Hildesheim Fahrrad-Kindersitze und Kinder-Fahrradhelme verschiedener Größen beschafft, ebenso Fahrradanhänger für bis zu zwei Kinder und Erwachsenen-Fahrradhelme, um die Vorbildfunktion der Erwachsenen zu fördern“ sagen die Initiatoren Gisela Braackmann und Marcus Seelis. Die Ausrüstung wird für geringe Beträge leihweise abgegeben.

Die Geschicklichkeit der Radler reicht für die Verhältnisse auf deutschen Straßen allerdings oft nicht aus. „Und auch die Kenntnis grundlegender Regeln im Straßenverkehr muss vermittelt werden. Wir haben kleine Filmsequenzen mit Erklärungen in mehreren Sprachen, um den Teilnehmern das Verständnis für die deutschen Verkehrsregeln zu vermitteln“ sagt Hans-Hinrich Ahrens von der Peiner Polizei, der das Training durchführte. Und Kollege Rainer Röcken fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Auf keinen Fall sollten die Flüchtlinge es den Deutschen nachmachen.“
 
Neben der Theorie gab es auch praktische Übungen, bei denen sich vorsichtige Geschicklichkeit meist als zielführender erwies als temperamentvolle Schnelligkeit. Auch dies eine wichtige Erfahrung für die Teilnehmer, die mit großer Aufmerksamkeit und guter Laune bei der Sache waren.



28. August 2016

Fahrradsicherheits-Training

Ilsede hilft e.V. veranstaltet am Samstag, 3. September 2016 ein Fahrradsicherheits-Training zusammen mit der Polizei. Im Theorieunterricht und später in praktischen Übungen werden typische Gefahren des Straßenverkehrs für Radfahrer besprochen und eingeübt, z.B. der „tote Winkel“.

Vor den praktischen Übungen können Fahrradhelme, Kindersitze und Anhänger gegen eine kleine Gebühr langfristig ausgeliehen werden.

Zeit: Samstag, 3. September 2016 von 9:00 bis 12:00 Uhr

Treffpunkt: Vor dem KOMED auf dem Hüttengelände (Ilseder Hütte 4, Groß Ilsede)

Dieses Projekt wurde vom Nothilfe-Fonds des Bistums Hildesheim gefördert. „Zusätzlich, gezielt, unkompliziert und befristet“ sind die Zielrichtungen des Nothilfe-Fonds. Mit den Mitteln soll möglichst hoher Handlungsspielraum gegeben sein für Aktivitäten, die zurzeit staatlicherseits nicht gefördert werden. Es soll etwas Neues entstehen können, was notwendig ist angesichts der aktuellen Situation der Flüchtlinge. Den Bistums­verantwortlichen liegt viel daran, einen Beitrag zur Aufnahme und zum Willkommen in den Kirchengemeinden, mit den Verbänden und Einrichtungen sowie in besonderer Weise durch die Caritas-Strukturen zu leisten. Berufliche Arbeit und ehrenamtlich getragene Initiativen sollen dabei ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen und zusammenwirken.

Zum Download



29. August 2016

Gisela Braackmann wird mit "Peiner Rose" ausgezeichnet

Es ist inzwischen schon eine Tradition: Bereits zum fünften Mal ehrten Bundestagsabgeordneter Hubertus
Heil und Landtagsabgeordneter Matthias Möhle (beide SPD) ehrenamtlich aktive Bürger mit der „Peiner Rose“. „Es sind Menschen, die sich über das Maß hinaus ehrenamtlich für unsere Gesellschaft einsetzten und das ist gerade in diesen Zeiten ein ganz wichtiges Engagement“: Mit diesen Worten begrüßte Hubertus Heil die zahlreichen Gäste am Samstag im Egon-Bahr-Haus in Peine.

Unter den Geehrten war auch Gisela Braackmann, die für ihr Engagement für Flüchtlinge ausgezeichnet wurde.

Der PAZ-Artikel vom 29.08.2016 kann hier heruntergeladen werden.





20. August 2016

Impressionen vom Sommerfest und Benefizkonzert 











2. August 2016

Sommerfest mit Benefizkonzert zugunsten Ilsede hilft e.V.


Mehrnoosh Khodabande  aus dem Iran schminkt ein Kind

Die Peiner Kult-Bands „1890“ und „Stadtler & Waldorf“ geben am 20. August 2016 im Gewerbepark Groß Bülten ein Benefizkonzert. Rund um das BMW Clubheim veranstalten die Bands in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr gemeinsam mit ‚Ilsede hilft‘ und dem BMW Club Peine ein Sommerfest. Die Kinder können sich vergnügen, und es gibt einen Basar sowie internationale Verpflegung. Unterstützt werden sie dabei zudem von der BBg.

Gisela Braackmann von Ilsede hilft erläutert das Programm, dass der Verein gemeinsam mit den Flüchtlingen auf die Beine gestellt hat: „Wie werden deutschen, syrischen und iranischen Kuchen haben, und sogar beim Kaffee kann zwischen deutsch und arabisch gewählt werden. Mehrnoosh aus dem Iran wird Kinderschminken anbieten, wir haben eine Button-Presse und eine Schaumkuss-Wurfmaschine.“

„Unter dem Motto ‚Flüchtlinge für Kinder‘ werden unsere Schützlinge verschiedene kleine Gegenstände gegen Spende abgeben.“ erzählt Marcus Seelis von Ilsede hilft: „Für alle Ilseder Kinder, die uns am 16. Dezember in der Kleiderkammer besuchen, werden wir aus den gesammelten Spenden ein kleines Geschenk bereithalten. Ich finde, es ist eine sehr schöne Geste von unseren Schützlingen, dass sie unseren Kindern eine Freude machen wollen.“

Der BMW Club Peine wird die gemeinsamen Gäste mit Bratwurst und Steaks und kalten Getränken bewirten. Die Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Peine mbH (BBg) wird mehrere Fahrräder stiften, die am Nachmittag versteigert werden. Die Speisen und Getränke werden von verschiedenen Unternehmen gestiftet. Den Erlös des Sommerfestes erhält der Verein „Ilsede hilft e.V.“ für seine Arbeit für Flüchtlinge, Bedürftige und Jugendliche in Ilsede.

Das Sommerfest findet im Gewerbepark Groß Bülten, Schachtstr. 25, 31241 Ilsede OT Groß Bülten statt (ehemaliges DEUTAG/ISV-Gelände). Der Eintritt ist frei. Kontakt: info@ilsede-hilft.de bzw. j.pohl@bmw-club-peine.de


Aus der PAZ vom 6. Juli 2016:

Flüchtling will in der Heimat Aufbauhilfe leisten


Stefan Ernst (l.), und sein Praktikant Ahmed Kealany

Klein Ilsede. Der Syrer Ahmed Kealany, 39, ist vor elf Monaten aus seiner Heimat Swaida im Süden Syriens geflohen und lebtseit März mit zwei weiteren Flüchtlingen in Klein Ilsede (PAZ berichtete). Seit Anfang Mai nimmt Kealany an einer Maßnahme der Agentur für Arbeit mit dem Titel „Perspektive für Flüchtlinge“ an der Oskar-Kämmer-Schule in Peine teil.

Um einen ersten Eindruck in die deutsche Arbeitswelt zu erhalten, muss im Rahmen der Maßnahme ein sechs Wochen dauerndes Praktikum absolviert werden. Hier erhält er nun von Stefan Ernst aus Klein Ilsede die Möglichkeit, sich im Bereich erneuerbarer Energien zu beschäftigen.

Ernst war selbst einige Jahrzehnte in Afrika tätig, um innerhalb des Projektes „Peiner Pumpen für Afrika“ Aufbauhilfe zu leisten und betreibt heute noch eine Beratungsfirma. Im Fokus des Praktikums stand die Nutzung des Solarenergieantriebs für Objekte in der Versorgung mit Trinkwasser. Auch die Nutzung weiterer alternativer Energien wurde betrachtet. Ernst und Kealany besichtigten zum Beispiel das Wasserwerk Wehnsen, den Hof Behrens in Dungelbeck mit Solar- und Beregnungsanlagen oder eine Windkraftanlage.

 In seiner Heimat war Kealany an der Universität Damaskus mit seinem Abschluss in Betriebswirtschaft lange als selbstständiger Bauunternehmer tätig. Die Bearbeitung der erforderlichen Papiere, die für die Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis nötig sind, verläuft sehr schleppend.

 Ziel von Ahmed Kealany ist es, zunächst die deutsche Sprache noch besser zu erlernen und möglichst bald die nötigen Papiere zu bekommen, damit er in Deutschland Berufserfahrung sammeln kann. Er hofft auf ein baldiges Ende des Krieges, denn mit dem hier erworbenen Wissen möchte er schnellstmöglich zurück nach Syrien zu seiner Familie, um innovative Hilfe beim Wiederaufbau des Landes zu leisten und auch das Wissen um alternative Energien zu teilen.

Quelle: PAZ vom 06.07.2016



16. Juni 2016

Flüchtlings-Song "Turning of Tides" von Paul O'Brian


Paul O'Brian

Paul O'Brian war im April diesen Jahres in der Alten Stellmacherei zu Gast. Der in Kanada lebende Sänger, Gitarrist und Songschreiber bezaubert die Zuhörer mit seiner ausdrucksstarken, warmen Stimme und seinen musikalisch ausgefeilten Arrangements. Bei seinen Deutschlandtourneen tritt der sympathische Kanadier mit zwei erstklassigen deutschen Musiker auf: Lars Hansen (Bass) und Heinz Lichius (Schlagzeug und Percussion).

Im letzten Jahr hat Paul O'Brian ein Lied für Flüchtlinge geschrieben, als er am Frankfurter Flughafen war. Wir haben ihn nach dem Konzert angesprochen und von unserer Arbeit erzählt. Da hat er spontan gesagt, das er uns, sobald er wieder zu Hause ist, den Song für unsere Website schickt.

Und hier ist der Song: Turning of Tides ("Zeitenwende", wörtlich: Gezeitenwechsel). Es geht in diesem Song nicht um politische Einstellungen oder die Frage, ob unser Land in der Flüchtlingsfrage immer alles richtig macht; sondern um den empathischen Blick auf die Menschen, die schon da sind, einen langen Leidensweg hinter sich haben und unser Mitgefühl verdient haben.
 


14. Juni 2016

Kleiderkammer Gadenstedt geht mit „Nachmittag der Begegnung“ in die Sommerpause

Seit neun Monaten bereits öffnet die Kleiderkammer von Ilsede hilft e.V. in Gadenstedt jeden Freitag ihre Türen. „Jetzt haben sich die ehrenamtlichen Helfer eine Pause verdient“ sagt Initiatorin Gisela Braackmann: Die Kleiderkammer macht Sommerpause vom 1. bis 14. Juli 2016. Der letzte Öffnungstermin vor der Pause ist Freitag, der 24. Juni. Am Freitag, 15. Juli geht es dann wie gewohnt weiter.

Am letzten Freitag vor den Schulferien möchte Ilsede hilft e.V. gemeinsam mit dem Ferienprogramm Ilsede noch einen „Nachmittag der Begegnung“ feiern. „Für die Kinder bieten wir Schminken und Ballontiere, und für Große und Kleine gleichermaßen backen wir Waffeln“ freut sich Heike Pittel gemeinsam mit allen Helfern auf viele Besucher am 17. Juni ab 14:00 Uhr in der Kleiderkammer in Gadenstedt.

Die Kleiderkammer hat auch nach der Sommerpause wieder jeden Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Jeder Bedürftige kann sich frei und kostenlos passende Kleidung aussuchen. Helferin Mehrnoosh Khodabande, die aus dem Iran stammt, erklärt, was in der Kleiderkammer benötigt wird: „Aktuell brauchen wir nicht nur Textilien und Schuhe, sondern vor allem auch Haushaltsgegenstände wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen, grooooooße Kochtöpfe, Staubsauger, Geschirr und Besteck sowie kleine Möbelstücke. Und wir brauchen gerade zwei Kinderwagen für junge Familien und Fahrrad-Kindersitze.“

Kleiderkammer im alten Rathaus Gadenstedt, Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt
 


30. März 2016

Kindergartenkinder spenden Spielzeug für gleichaltrige Flüchtlinge

Das Kindergartenparlament des evangelischen St. Andreas Kinderlands Gadenstedt hat in der Vollversammlung beschlossen, sich mit dem Thema Flüchtlinge zu befassen. Höhepunkt war eine Spielzeugsammlung für Flüchtlinge und die Übergabe in der Kleiderkammer von Ilsede hilft e.V. in Gadenstedt.


Die Kinder vom St. Andreas Kinderland Gadenstedt spenden Spielzeug für Flüchtlingskinder

Das evangelische St. Andreas Kinderland Gadenstedt hat seit ungefähr zwei Jahren ein Kinderparlament. Es besteht aus acht Kindern, und die Krippenkinder (Sonnenkinder) kommen nach Bedarf dazu. Im Kinderparlament werden Themen beraten, die den Kindern und Erzieherinnen auf dem Herzen liegen, z.B. "Was ist gut oder doof im Kindergarten?", "Neue Regeln für das Rausgehen“, ein gemeinsames Fest zu planen oder wie aktuell das Thema Flüchtlinge. „Die Kindergartenkinder waren durch die aktuelle Situation, die sich mit der Kleiderkammer in Gadenstedt und der Erstaufnahmeeinrichtung in der Gebläsehalle vor Ort zeigte sensibilisiert“ sagt Karin Senger von der Kleiderkammer.

Schnell wird klar, dass es viele Fragen zum Thema Flüchtlinge gibt: Wie können wir helfen? Was brauchen sie? Können wir Essen spenden? usw. „Als der Bildungsprozess soweit abgeschlossen war, dass wir wussten, was wir wollten, haben die Kinder ihre Eltern informiert und uns viele Sachen in den Kindergarten gebracht“ sagt Erzieherin Nicole Preissner und ergänzt: „Die Kinder wollten vor allem den Kindern helfen, aber natürlich wurden auch viele andere Sachen, wie Kleidung, Spielzeug, Haushaltszubehör usw. gesammelt.“ Die Kinder, die Eltern und das Team des St. Andreas Kinderlandes Gadenstedt freuen sich sehr somit einen Beitrag zur Hilfe für die Schutzsuchenden zu leisten.



13. März 2016

Arabisch als Chance

Ilsede hilft e.V. bieten nach den Osterferien einen neuen Sprachkurs an: Arabisch als Chance. Dieses Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche von Klasse 3 bis 12, die einen ersten Zugang zur arabischen Sprache und Kultur bekommen möchten.


"Deutsche Kinder lernen Arabisch"

„Unsere Kinder erweitern mit diesem Angebot ihre interkulturelle Kompetenz als wichtigen Baustein einer beruflichen Karriere und der persönlichen Entwicklung“ sagt Gisela Braackmann und ergänzt „½ Milliarde Menschen auf der Welt sprechen Arabisch. Dieser Teil der Welt bleibt uns fremd und verborgen, weil wir die Sprache nicht einmal ansatzweise verstehen und die Schrift nicht entziffern können.“

Für Marcus Seelis geht es bei dem Kurs um zwei ganz wesentliche Aspekte „Für die Integration ist es weiterhin wichtig, dass die Flüchtlinge schnell Deutsch lernen müssen. Dieser Kurs soll nicht als ‚Ersatzmaßnahme‘ missverstanden werden. Ich sehe vor allem die Chancen, die uns die Flüchtlinge bringen. Sie eröffnen uns und unseren Kindern einen Zugang zu einem neuen Teil der Welt und einem riesigen Wirtschaftsraum.“ Als weiteren Aspekt führt Seelis an, den beiden syrischen Lehrerinnen einen kleinen Rollenwechsel zu ermöglichen: Sie seien nicht mehr Empfänger von Hilfen und „Almosen“, sondern Anbieter von Wissen. „Wir verlassen hier den Bereich ‚Flüchtlingshilfe‘ und arbeiten aktiv an Chancen, Integration und einem Mehrwert für die Ilseder“ beschreibt Seelis abschließend die Beweggründe und die Neuartigkeit des Angebots.

Die erste „Schnupperstunde“ findet am Mittwoch, 30 März 2016 15:00 – 16:30 Uhr statt. Danach dienstags, ab 5. April 2016 16:30 – 18:00 Uhr im Ilseder KOMED. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich unter info@ilsede-hilft.de oder 05172-412838.

Der Kursflyer kann hier heruntergeladen werden.



4. März 2016

Ursula Sundermeyer präsentiert ihre selbstgenähte Stulpen, die sie für das Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke verkauft.

Selbstgenähte Armstulpen für das Kinderhospiz „Löwenherz“

Ursula Sundermeyer aus Solschen näht Stulpen und verkauft sie für das Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke. So sind schon über 1.000€ für die Einrichtung in der Nähe von Bremen zusammen gekommen.

Günter Mertins und Marcus Seelis von Ilsede hilft e.V. weisen auf eine Aktion von Ursula Sundermeyer aus Solschen hin. Frau Sundermeyer nähte zu Weihnachten Stulpen für ihre Töchter. Eine Tochter wohnt in der Nähe des Kinderhospiz „Löwenherz“, und schnell war die Idee geboren, die Stulpen für einen guten Zweck zu verkaufen.

„Wir dürfen über die Flüchtlingstragödie nicht die Leiden der einheimischen Bevölkerung vergessen“ sagt Ursula Sundermeyer aus Solschen. Für die kranken Kinder ist „Löwenherz“ ein Ort, an dem sie Liebe und Geborgenheit erfahren. Vor allem in der Zeit des Abschiednehmens kann eine Begleitung durch das Team den Familien helfen, das Sterben ihres Kindes bewusst, liebevoll und in Würde zu gestalten.

Sundermeyer hatte Ende des letztes Jahres 600€ und im laufenden Jahr bereits 400€ für das Kinderhospiz durch Verkäufe und Spenden sammeln können.



28. Februar 2016

(v.l.n.r.) Pastor Walter Faerber aus Groß Ilsede, Landrat Franz Einhaus, Superintendent Dr. Volker Menke, Gisela Braackmann und Pastor Norbert Paul aus Gadenstedt nach dem Rundgang durch die Kleiderkammer







Etwa 100 Besucher kamen nicht nur des leckeren Kuchens wegen, sondern um von sich aus das Gespräch und die Begegnung zu sehen und sich über die Arbeit der Kleiderkammer und von Ilsede hilft e.V. zu informieren.

„Die Integration ist schon da“

In den engen Räumlichkeiten der Kleiderkammer im alten Rathaus in Gadenstedt, in dem jeden Freitag rund 200 Flüchtlinge und Bedürftige mit Kleidung und Haushaltsgegenständen versorgt werden, füllten zusätzlich 100 Besucher die letzten freien Quadratmeter. 

Viele Nachbarn und Interessierte aus Ilsede und dem Umkreis nutzten die Gelegenheit, das bunte Leben in der Kleiderkammer persönlich zu erleben. So war der „Tag der offenen Tür“ nicht nur vom syrisch-iranisch-serbisch-deutschen Kuchen-Buffet geprägt, sondern die persönliche Begegnung stand im Vordergrund. Ghader „Lucas“ und Mojtaba „Alex“, beide aus dem Iran, führten die Besucher mit etwas Deutsch und viel Englisch durch die Räume. Hana aus Montenegro, die seit knapp einem Jahr in Deutschland ist und das Gymnasium in Groß Ilsede besucht, unterhielt sich in fast akzentfreiem Deutsch mit den Gästen. Eine ältere Dame aus Ilsede, die bereits selbst viel Kleidung gespendet hat, drückte ihren Eindruck mit Tränen in den Augen so aus: „Es gibt doch noch so viele Menschen die helfen und die Integration ist bei uns doch schon da!“

Vorurteile verschwinden durch Gespräche und den direkten Kontakt mit den Menschen. Davon konnten sich auch die Gäste von der Verwaltung des Landkreises und der Gemeinde Ilsede überzeugen sowie die Vertreter der Kirchen und Landrat Franz Einhaus, der sichtlich beeindruckt von der Herzlichkeit und dem Engagement den Aktiven und Helfern seine Anerkennung spüren ließ. „Ich habe in den Gesprächen erlebt, dass die Besucher sehr beeindruckt waren. Sie haben nicht erwartet, wie viel Arbeit, Herzblut, Dankbarkeit und Freude hinter der ‚Kleiderkammer‘ stecken. Es gab sogar spontane Hilfsangebote“ beschreibt Steffi Neumann, die jeden Freitag dabei ist, ihre Erlebnisse.

„Einige originalverpackte Spenden bringen wir nicht sofort in den Umlauf, sondern die sind für unsere Schützlinge bestimmt, die wieder nach Hause zurück müssen. Sie können sich hier mit Gastgeschenken eindecken, damit sie nicht ganz mit leeren Händen dastehen. Sie sind ja nach der Ausweisung auf die Hilfe und das Wohlwollen ihrer Familien und Freunde angewiesen“ erläutert Gisela Braackmann. Landrat Einhaus gesteht, dass dieser Aspekt für ihn neu ist. „Der Besuch hat mir viele neue Denkanstöße gegeben“, so Einhaus.



27. Februar 2016

Ilseder Gymnasiasten spenden für Flüchtlingshilfe


(v.l.n.r.) Jessica Wrenzycki, Franziska Funke, Maike Könnecker, Gisela Braackmann, Isabelle Wenzel, Angela Heßke, Jasmin Reinsch, Günter Mertins und Marcus Seelis (nicht auf dem Bild) bei der Übergabe der Spende

Letztes Jahr im Dezember wurde am Gymnasium Groß Ilsede unter der Überschrift „FuGe Flüchtlinge und Gymnasiasten erklingen“ musiziert – ein Benefizkonzert für die Flüchtlinge in der Region, welches von vier Schülerinnen im Rahmen des Seminarfachs organisiert wurde. Ziel des Abends war die Integration mit Hilfe von Musik. Denn um Musik zu verstehen, muss man die Sprache nicht können. Es geht um Emotionen und Gefühle, die vermittelt werden.

Viele Eltern, Lehrer, Schüler und auch Flüchtlinge waren dabei, als Musik uns alle verband und eine neue Nähe schuf. Um auch nachhaltig für einen Beitrag zu sorgen, wurden Spendenboxen aufgestellt und durch die Einnahmen vom Verkauf von Speisen und Getränken ergänzt, so dass ein Betrag von insgesamt 1.250 € zusammen kam. Einen großen Teil davon wollten die Schülerinnen dem Verein „Ilsede hilft e. V.“ in Anerkennung für die konkrete Arbeit vor Ort spenden. Bei der Übergabe der Spende zeigten sich die Organisatorinnen des Konzerts tief berührt von den geschilderten persönlichen Erfahrungen, insbesondere aus den Erlebnissen von Gisela Braackmann in den letzten eineinhalb Jahren.  Auf die Frage hin, ob es auch nächstes Jahr ein Konzert dieser Art geben könnte, antwortete Franziska Funke: „Ich würde es jedes Jahr wieder machen, auch wenn ich nicht mehr auf das Gymnasium gehe.“



16. Februar 2016

Einladung zum ‚Tag der offenen Tür‘ in der Kleiderkammer Gadenstedt 

Ilsede hilft e.V. lädt alle Nachbarn und Interessierte zum „Tag der offenen Tür“ am Freitag, 26. Februar 2016 ab 16:00 Uhr in die Kleiderkammer Gadenstedt ein. Der Verein möchte einen Einblick in seine Tätigkeit geben und Raum für persönliche Begegnung schaffen.

„In der Flüchtlingsarbeit merken wir sehr stark, wie wichtig die persönliche Begegnung ist. Sobald eine direkte Beziehung mit einzelnen Personen besteht, sobald sich Einwohner und Flüchtlinge persönlich kennen lernen, spricht niemand mehr von ‚Obergrenzen‘ und ‚Aufnahmebeschränkungen‘“ sagt Initiatorin Gisela Braackmann.

Marcus Seelis erläutert die Motivation, einen solchen Tag der offenen Tür zu veranstalten: „Wir möchten die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer aus Ilsede und vor allen aus den Reihen der Flüchtlinge transparent machen. Außerdem wollen wir ein Forum für die persönliche Begegnung und den Austausch bieten. Und dieser Tag soll auch ein kleines Dankeschön für die Spender, die Helfer und die Verwaltungsmitarbeiter in Gadenstedt sein.“ Es gibt Kaffee und Kuchen für die Besucher. Der Verein freut sich über viele Besucher aus der Nachbarschaft, aus der Verwaltung und der interessierten Öffentlichkeit.

Die Kleiderkammer hat jeden Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Anschrift: Altes Rathaus Gadenstedt, Am Breiten Tor 1, 31246 Ilsede-Gadenstedt



14. Februar 2016

Überwältigendes Hilfsangebot für Ilsede hilft e.V.


Hans-Hermann Sundermeyer zeigt die Scheune, die er Ilsede hilft e.V. zur Verfügung gestellt hat

Ein kurzer Artikel in der Zeitung, ein kleiner Aufruf genügte, um neue Helfer zu gewinnen. Viele Menschen fassen jetzt mit an, und ganz nebenbei wurde Ilsede hilft eine kleine Halle in Solschen zum Zwischenlagern von Möbel angeboten.

Günter Mertins und Maike Könnecker, Vorstandsmitglieder von Ilsede hilft, wundern sich über die große Resonanz, die ein kleiner Zeitungsartikel bewirkt hat. „Ich hatte in den letzten Tagen so viele neue Kontakte mit Menschen, die mit anpacken wollen, das ist wirklich toll“ freut sich Könnecker.

Der ehemalige Ilseder Arzt Dr. Hans-Peter Rohne und seine Frau Edeltraud sind auch unter den Helfern. „Wir haben schon früher Kindern aus Mogilev geholfen, jetzt sind wir für Ilsede hilft gefragt“ sagen sie. Auch die Landwirte Hans-Hermann und Ursel Sundermeyer aus Solschen sind dabei: „Wir haben noch Kraft und helfen mit. Auch das Zwischenlager für Möbel in unserem Hofgebäude stellen wir gerne zur Verfügung.“ Somit können angebotene Möbel jetzt auch auf Vorrat von den Spendern abgeholt und zwischengelagert werden, bevor sie die Wohnungseinrichtung einer Flüchtlingsfamilie ergänzen.

Inzwischen wurde die Ein- und Ausgangssperre wegen einer Hepatitis A Infektion in der Ilseder Gebläsehalle wieder aufgehoben. Somit beginnen in den nächsten Tagen die Zuweisungen in feste Wohnungen. Viel Arbeit für die Helfer von Ilsede hilft, die mit glücklichen Gesichtern belohnt wird!



7. Februar 2016

Ilsede hilft e.V. sucht Helfer mit Anhängerkupplung






Kleine und manchmal auch etwas größere Möbel gilt es, vom Spender anzuholen und zum Empfänger zu bringen

Die Bereitschaft für Möbelspenden in Ilsede und Umgebung ist ungebrochen groß. Während es bereits viele „Hände“ gibt, die mit anpacken, fehlen Fahrer, die mit ihrem Auto einen Anhänger ziehen können.

Viele Menschen spenden gerne Möbel, die sie nicht mehr benötigen. Sei es, weil die neuen Möbel bereits vor der Tür stehen, oder aus Haushaltsauflösungen. „Wenn Flüchtlinge in der Gemeinde dezentral in einer Wohnung untergebracht werden, bekommen sie lediglich die Mindestausstattung, also ein Bett, ein Schrank, Herd und Spüle sowie eine Sitzgelegenheit pro Person“ sagt Marcus Seelis. Alle weiteren Möbel und Haushaltsgegenstände kommen aus privaten Spenden. „Wir haben viele Helfer zum Abbauen und Aufbauen der Möbel aus den Reihen der Flüchtlinge. Allerdings müssen wir viele Spender enttäuschen, weil wir die Möbel nicht kurzfristig abholen können. Unsere große Bitte: Wir suchen Helfer, die mit ihrem Auto einen Anhänger ziehen können und bereit sind, vielleicht einmal im Monat, vielleicht zweimal im Monat zu fahren“ appelliert Gisela Braackmann. Ilsede hilft e.V. verfügt nach einer Spende über einen eigenen Anhänger, der benutzt werden kann. „Ich freue mich auf die Anrufe und Emails von Interessenten. Wünsche und Details besprechen wir dann persönlich“ verspricht Maike Könnecker (Tel. 0170-8080960, email m.koennecker@gmx.de).

Weiterhin sucht Ilsede hilft e.V. für den Kleiderbasar in Gadenstedt Kleiderspenden aller Art sowie Haushalts-Kleingeräte und Haushaltsausstattung. Besonders gebraucht werden Schuhe. Es werden auch Wollreste, Spielsachen, Kinderbücher, Spiele und Malbücher gesucht. Der Kleiderbasar hat jeden Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (Altes Rathaus, Am Breiten Tor 1 in Gadenstedt).



2. Februar 2016

Bastel- und Häkelgruppe für Menschen aller Nationen





30. Januar 2016

Ein neuer PAZ-Leser

Eine Tageszeitung für die drei Flüchtlings-Wohngemeinschaften in Ilsede

PAZ und Ilsede hilft e.V. unterstützen für die Wohngemeinschaften in Groß Lafferde, Gadenstedt und Groß Bülten für ein Jahr lang mit täglich einer Peiner Tageszeitung

Die meisten Flüchtlinge sind über ihr Smartphone sehr gut mit der Heimat und dem Weltgeschehen verbunden. Wir wollen die Menschen, die bei uns in der Gemeinde Ilsede wohnen, auch mit lokalen Informationen versorgen. Jetzt können sich die Mitglieder der Wohngemeinschaften in der Gemeinde Ilsede täglich eine Ausgabe der PAZ teilen. Der Nebeneffekt ist, dass tagesaktuelle Texte in deutsch gelesen werden können. Hier kann man auch viel über die Situation der Flüchtlinge in Ilsede und im Landkreis erfahren.

Ilsede hilft e.V. hat die Initiative ergriffen, weil Information und deutsche Sprache wichtige Bausteine für die Integration - gerade auch hier lokal in Ilsede - sind.



25. Januar 2016

PAZ-Artikel: Kleiderkammer in Gadenstedt erfährt enormen Zuspruch

Bürgermeister Fründt lobt großes Engagement / Bis zu 250 Flüchtlinge bekommen freitags neue Kleidung


Gemeinsam mit Bürgermeister Otto-Heinz Fründt stehen die freiwilligen Helfer vor der Kleiderkammer in der Gadenstedter Außenstelle der Gemeinde Ilsede. Der Bedarf an Kleidung ist so hoch, dass teilweise schon weit vor den Öffnungszeiten Flüchtlinge vor den Türen warten. Fotos: jaw

Bereits seit Juli 2015 gibt es eine Kleiderkammer, die sich um die Bedürfnisse der Flüchtlinge in der Gemeinde Ilsede kümmert. Im vergangenen Oktober zogen die ehrenamtlichen Helfer dann vom Komed in die Gadenstedter Rathaus Außenstelle um.

Und das war gleichzeitig der Beginn einer großen Erfolgsgeschichte, denn seit dem Umzug können sich die Helfer nun noch besser um die Bedürfnisse der zahlreichen Flüchtlinge kümmern. „Wir können nun die Kleidung auf Bügeln und an Ständern anbieten“, erklärt Gisela Braackmann den Unterschied. „Man muss dabei wirklich der Gemeinde Ilsede und den Mitarbeitern, die noch hier vor Ort sind, danken“, äußerte sich Braackmann bei einer Führung durch die Räumlichkeiten weiter.

Wie groß zudem die Nachfrage nach Kleidung ist, wird jeden Freitag ab 14 Uhr deutlich. An diesem Tag öffnet die Kleiderkammer ihre Türen – und der Ansturm ist groß. Teilweise weit vor der Öffnung stehen die Flüchtlinge vor den Türen und warten auf Einlass. Über den Tag verteilt, kommen dabei schon einmal bis zu 250 Flüchtlinge zusammen. „Im Moment verteilen wir dann auch schon mal vorher ein paar Handschuhe“, erklärt Braackmann. 

Wenn sich die Türen öffnen, gibt es kaum ein Halten mehr. Jeder „Kunde“ bekommt eine Ikea-Tasche, in die dann die ausgewählten Kleidungsstücke hinein kommen. Dazu gibt es einen Koffer, der mit dem eigenen Namen versehen wird, „damit die neuen Sachen auch gut transportiert werden können“. Die Kleiderkammer kann insgesamt auf einen großen Fundus blicken, ob Strampler für Kleinkinder, Blusen für Frauen oder Anzüge für Männer, generell gibt es fast alles. Und sollte mal etwas nicht vor Ort sein – wie aktuell Schuhe – dann finden sich doch noch irgendwie passende.

Während der Öffnungszeiten reißt auch der Strom an Spendern nicht ab, immer wieder halten Autos an und geben ihre Spenden ab. Auch Bürgermeister Otto-Heinz Fründt zeigte sich begeistert vom großen Engagement der 36 Helfer, von denen zwölf Flüchtlinge sind: „Das Engagement ist herausragend und macht mich sehr stolz.“ 

Quelle: PAZ vom 25.01.2016



23. Januar 2016

Baby-Koffer mit Erstausstattung



Die Kleiderkammer in Gadenstedt stellt für Frauen kurz vor der Entbindung einen Baby-Koffer mit Erstausstattung zusammen. Wenn der Geburtstermin bekannt ist, bekommen die Frauen den Koffer kurz vor der Geburt des Kindes. Für Notfälle steht in der Gebläsehalle immer ein Koffer bereit. Wir versuchen auch, bei Bedarf einen Kinderwagen zu besorgen.

Ein Baby-Koffer enthält mehrere Bodies, Strampler, Söckchen, Strumpfhosen, Mützen, einen Schlafsack, Tücher, eine Babydecke und ein Kuscheltier.



20. Dezember 2015

Erste große Sachspende für Ilsede hilft


Maike Könnecker (links) und Gisela Braackmann (rechts) von Ilsede hilft e.V. nehmen den Anhänger von Werner Bodenburg (Mitte) entgegen

v.l.n.r.: Maike Könnecker (Ilsede hilft), Pia Cybulko (Küchenleiterin Gebläsehalle) und Gisela Braackmann (Ilsede hilft) bei der Übergabe der 100 Tafeln Schokolade im Küchenzelt der Gebläsehalle.

Wohnwagen Bodenburg aus Groß Lafferde spendet Ilsede hilft e.V. einen Pkw-Anhänger für den Möbeltransport. Schokolade zu Weihnachten für die Kinder in der Gebläsehalle: „Einfach nur Mensch sein“ ist die beste Hilfe.

Mit Tischen, Stühlen, Schränken, Betten und Sofas sind über Ilsede hilft e.V. schon eine ganze Reihe von Kleinmöbeln und auch nicht so kleinen Einrichtungsgegenständen zwischen Spender und Empfänger vermittelt worden. „Das große Problem war der Transport der Möbel, die oft nicht in einen Pkw passen“ berichtet Gisela Braackmann über die ganz praktischen Hürden beim Transport. Die ehrenamtlichen Helfer freuen sich jetzt über einen neuen Pkw-Anhänger, den Werner Bodenburg von Wohnwagen Bodenburg aus Groß Lafferde dem Verein gespendet hat. „In so einer Situation muss jeder nach Kräften mit helfen“, sagt Werner Bodenburg und ergänzt: „Und sollte mal eine ganze Schrankwand transportiert werden, stelle ich dem Verein auch gerne einen ganz großen Pkw-Anhänger zur Verfügung.“

Mit einer Kiste auf der Ladefläche ging es weiter zur Gebläsehalle: „Ungefähr 80 Kinder und Jugendliche halten sich zurzeit in der Gebläsehalle auf. Zu Weihnachten soll ein Weihnachtsmann jedem Kind Schokolade bringen“ sagt Pia Cybulko, Küchenleiterin in der Gebläsehalle. „Wir haben über Ilsede hilft e.V. 100 Tafeln Schokolade beigesteuert, um den Kindern eine Freude zu machen“ ergänzt Maike Könnecker von Ilsede hilft e.V. „Schon als wir den großen Karton mit der Schokolade durch das Küchenzelt getragen haben, waren wir von Kindern umringt. Und dass, obwohl ich den Karton extra hoch gehalten habe, damit man nicht hineinschauen kann“ freut sich Marcus Seelis über das Interesse und die Freude der Kinder.



9. Dezember 2015

Gelebte Willkommenskultur in Ilsede


Tilmann Sperling
(Tejo)

 Carsten Steinhorst
(B1 Küchen) 
Geschäftsleute überlassen Flüchtlingen Möbel weit unter Preis, um ein Willkommenszeichen zu setzen.

Integration funktioniert nicht in Sammelunterkünften, wo Flüchtlinge abgegrenzt mit Landsleuten leben und keinen normalen gesellschaftlichen Kontakt mit den hier lebenden Menschen aufbauen können. Daher versuchen die Kommunen, Flüchtlinge möglichst dezentral in Wohnungen unterzubringen. Doch mit vier Wänden ist es nicht getan! Ohne Küche ist eine Selbstversorgung nicht möglich, ohne Tisch kann man nicht essen, und ohne Wohnzimmermöbel sind keine Einladungen möglich.

Das Geld für das Notwendigste kommt vom Landkreis und durch viele freiwillige Spenden von gebrauchten Gegenständen ist die Grundausstattung schnell beisammen, auch wenn nicht alles zusammen passt. Aber eine gebrauchte Küche, die auch funktionsfähig ist, war nicht zu bekommen.

„Wir sind angesprochen worden, ob wir Küchenelemente zu den von Landkreis vorgegebenen Kostensätzen liefern können. Dies war aber leider nicht möglich.“ sagt Carsten Steinhorst, Geschäftsführer vom B1 Küchen in Söhlde. Er kennt die Bedarfe von Familien, und hatte spontan eine Idee: B1 Küchen verkauft gerade einige Ausstellungsstücke ab, allerdings passten auch die Abverkaufsstücke nicht in den Preisrahmen. „Dann habe ich die hochwertige Abverkaufsküche zum von der
 
Küchenzeile (B1 Küchen) und die Schrankwand (Tejo)
Gemeinde vorgegebenen Kostensatz verkauft. Die Differenz ist mein persönlicher Beitrag zur Willkommenskultur.“

Auch Tilmann Sperling, Geschäftsführer von Tejo Wohnwelten in Gadenstedt möchte ein Zeichen setzen. Hier wurden aus einem Abverkauf eine Schrankwand und ein Tisch weit unter Preis abgegeben. „Auch wenn wir hier nur einer Familie helfen konnten, soll dies als Willkommenszeichen gesehen werden“ so Sperling.

Schnell wurde ein Anhänger für den Transport organisiert. Genug Freunde waren schnell zur Stelle, um die Küche zu montieren und die Möbel aufzustellen.



6. Dezember 2015

Neuer Hilfsverein in Ilsede für Flüchtlinge und Bedürftige 

Das ehrenamtliche Engagement wird jetzt auf eine solide Plattform gestellt. Es gilt das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.

v.l.n.r.:  Maike Könnecker, Gisela Braackmann, Burkhard Braackmann, Marcus Seelis, Reinhard Kraska, Günter Mertins (Foto: Maik Bauer)
„Wir helfen Flüchtlingen dabei, sich in der Gemeinde Ilsede zu integrieren, beruflich Fuß zu fassen, zu lernen und auf eigenen Beinen zu stehen“ erklären die Gründungsmitglieder, darunter das Ehepaar Braackmann, Maike Könnecker, Günter Mertins und Marcus Seelis. Aber der Verein ist langfristig angelegt. Auch wenn heute der Schwerpunkt auf der Hilfe für Flüchtlinge liegt, sollen andere Bedürftige darüber nicht vergessen werden.

Ilsede hilft e.V. baut auf ein Netzwerk von Ehrenamtlichen, die sich selbst aktiv einbringen. Der Verein fördert und unterstützt Hilfsprojekte finanziell und versteht sich daher primär als Finanzplattform. „Wir möchten flexibel und bezogen auf den individuellen Bedarf mit Geldleistungen fördern. Die Geldleistung soll helfen, sich gesellschaftlich zu integrieren und insbesondere beruflich auf eigenen Beinen zu stehen“ erklärt Seelis. Dabei gelte das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“: Der Verein verteilt keine Geschenke, sondern leistet eine Anschubfinanzierung oder stellt Geld leihweise zur Verfügung.

Der neue Verein will nicht organisatorisch in der Flüchtlingshilfe aktiv werden. „Wir sehen, dass viele Ehrenamtliche nicht nur ihre Zeit einbringen, sondern auch viel Geld bei der Hilfe investieren.“ So bezahlen die Deutschlehrer in der Regel auch das Lehrmaterial. Hier möchte der Verein unterstützend eingreifen und die Helfer finanziell entlasten.

Aber es gibt auch viele individuelle Notlagen bei den Flüchtlingen. Manchmal wird eine teure Anerkennung einer ausländischen Ausbildung oder eines Studiums benötigt, oder es ergeben sich unerwartet hohe Stromnachzahlungen. „Flüchtlinge haben keinen A++ Kühlschrank in der Küche, sondern freuen sich schon über ein gespendetes altes, aber stromfressendes Modell. Da unsere Art der Nebenkostenberechnung unbekannt ist, rasseln viele jetzt bei der ersten Stromabrechnung in hohe Nachzahlungen“ berichtet Braackmann. Der Verein möchte solche größeren Ausgaben durch einen einmaligen Zuschuss und einen Mikrokredit, der in kleinen Raten zurückgezahlt werden kann, abfedern.

Die Vorstandsmitglieder stehen für ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung. Dies gilt für Flüchtlinge, die Unterstützung bei der Integration benötigen und für Ehrenamtliche, die mit finanzieller Hilfe ihr eigenes Förderprojekt verwirklichen wollen. Und natürlich gilt dieses Angebot für Spender, die die Arbeit mit einer kleinen oder größeren Geldspende unterstützen möchten.

Kontakt: Gisela Braackmann, 0162-2098804
Spendenkonto IBAN: DE32 2525 0001 0083 2107 32 • BIC: NOLADE21PEI



27. November 2015

Jetzt erst recht! 

Einwanderer sind eine Chance für Deutschland. Das müssen wir endlich begreifen.

Die ZEIT hat einen sehr treffenen Artikel veröffentlicht. Die Einleitung fasst die Aussage vortrefflich zusammen: "Eine Million Ayslbewerber im Jahr 2015 in Deutschland. Was für eine großartige Chance für unser Land! Einwanderer haben ihre Gesellschaften immer bereichert und Innovation, Dynamik und wirtschaftlichen Erfolg gebracht. Schon deshalb, weil diejenigen, die das existenzielle Risiko einer Flucht auf sich nehmen und alles hinter sich lassen, Außergewöhnliches zu leisten bereit sind".

Die ganzen Artikel aus der ZEIT lesen Sie hier.



2. Oktober 2015

Kleiderbasar für Flüchtlinge findet neue Heimat im alten Gadenstedter Rathaus


(v.l.n.r.) Gisela Braackmann, Joelina Klages und Claudia Klages ein einem der drei neuen  Räume des Kleiderbasars
„Ich habe so viele Kleiderspenden von hilfsbereiten Ilsedern bekommen, dass unser Firmenlager voll war“ berichtet Initiatorin Gisela Braackmann und ergänzt „Zum Glück konnten wir vorübergehend ein leer stehendes Haus in Groß Lafferde nutzen“. Braackmann will regelmäßige Öffnungszeiten anbieten, zu denen Kleidung abgegeben und auch anprobiert werden kann. „Damit bieten wir denjenigen, die Kleidung sinnvoll und vor Ort spenden wollen, eine verlässliche Möglichkeit“, sagt Braackmann. Die Öffnungszeiten werden ab sofort durch die Flüchtlinge selbst besetzt.

Anfang der Woche  konnte die Initiative neue Räumlichkeiten im alten Rathaus in Gadenstedt beziehen. Behrend Heinemann, Ortsbürgermeister von Solschen, und Günter Mertins, 2.stellv. Bürgermeister der Gemeinde Ilsede, packten tatkräftig mit an. Dass die leer stehenden Räume im alten Rathaus jetzt einen sinnvollen Zweck erfüllen, ist parteiübergreifend auf Zustimmung gestoßen und wurde durch die Verwaltung prompt und flexibel umgesetzt. Die Firma Tejo hat spontan Tische zur Verfügung gestellt und die Firma Decker Kleiderständer.


Fleißige Helfer beim Umzug des Kleiderbasars von Groß Lafferde nach Gadenstedt
„Wir möchten aber nicht nur Kleidung, Geräte und Kleinmöbel verteilen, sondern es gibt viele Menschen, die lieber Geld geben“, sagt Braackmann und deutet damit die Planung für die nächsten Wochen an. Sie plant zusammen mit Mitstreitern die Gründung eines Vereins, um unbürokratisch und schnell kleine Beträge als Beihilfen zu geben, beispielsweise für Sprachkurse. Mit den Worten „Es gibt aber keine Geschenke“ betont Braackmann nochmals den Gedanken der ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘:„Wir wollen Bedürftigen helfen, die ersten Schritte zu machen. Laufen müssen sie dann alleine“.

Der Eröffnungstag wurde von gut 40 Flüchtlingen genutzt, um teils fast neuwertige Kleidung zu probieren. Alle sind für sich und ihre Familien fündig geworden. Ab sofort hat der Kleiderbasar jeden Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr im alten Rathaus in Gadenstedt (Am Breiten Tor 1) geöffnet. Kleidung und Spenden können gerne zu diesen Zeit abgegeben werden. Möbel bitte nach Absprache.




13. September 2015

Gelungene Integration: Fester Arbeitsvertrag für syrischen Flüchtling in Ilsede


Ralf Steinborn, Faek Tahlo und Cornelia Steinborn im Salon in Groß Bülten
Faek Tahlo floh vor dem Krieg aus Syrien und lebt mit seiner Familie seit einen Jahr in Deutschland – und demnächst startet er in eine Festanstellung in einem Groß Bültener Frisörsalon.

Bereits seit dem Sommer arbeitet Faek Tahlo stundenweise im Rahmen eines Praktikums in Groß Bülten. „Durch den Integrationskurs von Montag bis Donnerstag vormittags bleibt nur wenig Zeit für die Arbeit“ erklärt Thalo seinen Tagesablauf, „aber ich freue mich, in meinem gelernten Beruf zu arbeiten“. Auch Inhaber Cornelia und Ralf Steinborn sind von ihrem Praktikanten überzeugt: „Faek bringt Know-how mit, das eine echte Ergänzung für das bisherige Leistungsangebot des Salons ist. Zum Beispiel ist Rasieren im Salon ein neuer Trend, den wir bedienen können.“ Wobei natürlich das Rasieren mit dem Messer gemeint ist oder auch mit dem Band, sodass man den Bart klar konturieren kann. Auch Augenbrauen lassen sich mit dem Band nachhaltig und elegant, leider aber auch etwas schmerzhaft, entfernen.

„Sicherlich ist die Kommunikation mit dem Kunden noch ein Feld, was ausgebaut werden muss. Auch die Pünktlichkeit muss noch dem Verständnis der Kundschaft angepasst werden“ beschreibt Ralf Steinborn die Aufgabe der nächsten Monate. Mit der Festanstellung auf Teilzeitbasis kann sich Tahlo einen eigenen Kundenstamm aufbauen. „Die ersten Stammkunden fragen schon gezielt nach Herrn Tahlo“ freut sich Cornelia Steinborn über ihren neuen Mitarbeiter.

Auch Gisela Braackmann, die die Familie seit fast einem Jahr betreut, ist sichtlich beeindruckt von der Entwicklung ihres Schützlings: „Unsere Unterstützung kann nur eine Hilfe zur Selbsthilfe sein. Ich bin echt stolz, wie sich Faek integriert und uns dabei auch bereichert.“

Der Salon Steinborn befindet sich in der Gerhard-Lukas-Straße 84 in Groß Bülten in der Nähe des Bergbauparks.